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Jahresbericht

2020

Fürstenfeldbruck, 29. Mai 2022

Das erste Geschäftsjahr war von der Coronakrise geprägt. Zugleich entstand das Netzwerk für ein Institut zu Homöopathie, Komplementärmedizin und Naturstoffchemie.

Gründung Das Geschäftsjahr Außenauftritt Unternehmen contra Corona Testungen der MKT-Gruppe Weitere Testungen Deutschlandweite Testungen Institutskonzeption Ausblick

Gründung

Die Gründung der Medsyne gGmbH am 31. März 2020, inmitten des Beginns der Coronakrise, erfolgte mit Unterstützung des Fürstenfeldbrucker Landrats Thomas Karmasin und des Notariats Dr. Gottfried von Bary nach wenigen Wochen konzentrierter Vorarbeit.

Karl-Heinz Jansen und Dr. Thomas Quak hatten mit ihrer Forschungsfirma jaqu-invent den akuten Desinfektionsmittelmangel im Landkreis durch Eigenproduktion ein wenig aufgefangen und Landkreis und Altenheime versorgt. Die dafür nötigen Ethanolmengen und Rohstoffe waren zuvor für Forschung an und Produktion von Naturstoffen beschafft worden. Für kurze Zeit waren diese Desinfektionsmittel die einzig im Landkreis verfügbaren.

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Über den Vertrieb entstanden Kontakte und weitere Ideen, wie man zu einer Bewältigung und Einschätzung der Coronakrise kommen könnte. Der Gedanke, über Antikörpertestungen bei Rettungssanitätern und Feuerwehren eine Auswirkungseinschätzung zu bekommen, stieß auf Resonanz. Es entstand in großer Geschwindigkeit eine Kooperationsbereitschaft vieler Akteure im Landkreis. Diese Zusammenarbeit brauchte eine Organisationsstruktur. Sie fand sich in der Medsyne.

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Das Geschäftsjahr

Das erste Geschäftsjahr 2020 war von der Coronakrise geprägt. Der satzungsgemäße Auftrag, sich auch mit epidemiologischen Fragestellungen zu beschäftigen, wurde zum Zentrum der meisten Aktivitäten.

Gleichzeitig trieben wir die Kooperationen mit Hochschulen, Unternehmen und Wissenschaftlern voran. Ziel war der Aufbau eines Netzwerks zur Förderung, Einrichtung und Unterhaltung eines Instituts für Lehre und Forschung in Homöopathie, Komplementärmedizin und Naturstoffchemie unter ganzheitlichen, synergetischen Gesichtspunkten.

Die anfängliche Begeisterung führte zu einem überraschend hohen Spendenaufkommen gleich nach der Gründung. Noch erstaunlicher war, wie groß die Bereitschaft war, unentgeltlich zu arbeiten. Die geplanten Geldausgaben blieben daher weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Geplante Verwaltungs- und Organisationstreffen fanden nur noch online statt. Viele angedachte Workshops konnten wegen Lockdown, Reisebeschränkungen und Kontaktverboten nicht stattfinden.

Verwaltungsstruktur, Homepage, Außenauftritt

Nach der Gründung kümmerten wir uns um den Außenauftritt, also Homepage, Visitenkarten, Briefpapier, Logo und Fahne, um eine ehrenamtliche Verwaltungsstruktur und um den Fachbeirat. Viel Unterstützung kam von Margit Jansen, Mitarbeitern der Sykam-Gruppe, Reinhard Wehner, Katrin Quak und Prof. Anna Reichlmayr-Lais.

Unternehmen contra Corona

Im April 2020 startete die Medsyne eine großangelegte Antikörperuntersuchung auf COVID-19 bei Mitarbeitern der MKT-Rettungsdienstgruppe. Dafür entstand die Aktionsform Unternehmen contra Corona.

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  • Beschaffung von Lateral-Flow-Antikörpertests
  • Produktion von QR-Code-Etiketten
  • Webseitenauftritt mit Informationsmaterial
  • Webbasierte App zur Ergebnisübermittelung
  • Erklärungs- und Informationsvideos
  • Datenbank mit Auswertungstools

Kosten und Zeitaufwand wurden von beteiligten Unternehmen, Ärztinnen und Ärzten und Rettungsdiensten selbst getragen oder als Ehrenamt verstanden. Viele hunderte Stunden kamen zusammen. Für die Medsyne selbst entstanden nur minimale Kosten.

Zweistufige Antikörpertestungen bei der MKT-Gruppe

Für die Testung bei den Mitarbeitern mehrerer Ambulanzen der MKT-Gruppe wurden insgesamt 2000 Antikörpertests im Abstand von 14 Tagen durchgeführt und ausgewertet. Die Verteilungsstruktur stellte die MKT-Gruppe selbst bereit. Die Mitarbeiter wurden jeweils bei Schichtbeginn getestet. Die Ergebniserfassung erfolgte über QR-Code-basierte, anonyme Fragebögen. Ziel war es herauszufinden, ob ein relevanter Anstieg von COVID-19-Erkrankungen innerhalb dieser hochexponierten Gruppe nachzuweisen ist.

Die mediale Aufmerksamkeit war groß. Das Bayerische Fernsehen brachte einen Bericht von etwa zehn Minuten in der Abendschau, RTL eine kurze Reportage. Die Daten werden an der Hochschule Hannover im Rahmen einer Masterarbeit ausgewertet. Publikationen sind in Vorbereitung.

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Weitere Testungen

Die Aufmerksamkeit führte zu zahlreichen Nachfragen von Feuerwehren, Rettungsdiensten und einzelnen Unternehmen. Die größte Aktion fand mit der Feuerwehr Fürstenfeldbruck statt. Alle Mitarbeiter wurden innerhalb eines Tages getestet, unterstützt von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen im Ehrenamt. Anfragen aus Jena, Ingolstadt und anderen deutschen Städten wurden ebenfalls positiv beantwortet.

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Deutschlandweite Testungen

Das Interesse motivierte den Versuch, das Testsystem auf ganz Deutschland auszuweiten. Im persönlichen Gespräch bewegte die Medsyne die Firma Servoprax dazu, den von Servoprax vertriebenen COVID-19-Testsystemen 300.000 QR-Codes beizulegen. Die Umverpackungen wiesen auf die digitale Ergebnisrückmeldung hin. Die QR-Etiketten stellte Dynamic Systems zur Verfügung. Rückmelde-App und Webseiten-Verlinkung entwickelte und gestaltete die infeos GmbH.

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Ziel war es, über die automatisierte und anonyme Rückmeldung Daten über die zeitliche Ausbreitungsdynamik zu erhalten. Auch hier entstanden der Medsyne kaum Kosten. Die Ergebnisse werden von der Hochschule Hannover aufbereitet.

Konzeption eines Instituts

2020 organisierte die Medsyne Gespräche, Meetings und Konzeptionstreffen für ein Netzwerk der Interessierten zur Einrichtung eines Instituts für komplementärmedizinische Forschung.

Netzwerkpartner waren vor allem der Freistaat Bayern, die Universität Augsburg, die TU München, die Sanddorf-Stiftung und die Karl und Veronica Carstens-Stiftung, vertreten durch Prof. Anna Reichlmayr-Lais, Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, Prof. Dr. Sabine Döring-Manteuffel, Klaus Holetschek, Dr. Kathrin Bretthauer, Christian Bretthauer, Dr. Johann Vielberth, Erika Vielberth und Dr. Jens Behnke.

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Ein ursprünglicher Zweck der Medsyne war es, als Organisations- und Strukturgeberin zwischen Geldgebern und öffentlichen Instituten zu fungieren, öffentliche Forschungsgelder auszuschreiben, Vertragspartnerin für Hochschulen zu werden und die Errichtung von Lehrstühlen mit Mitteln der Sanddorf-Stiftung zu organisieren.

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Der Entwicklungsprozess war zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht abgeschlossen. Auf vertrauliche Details geht der Bericht deshalb nicht ein.

Networking und Ausblick

Kontakte zu Astrid Kipp von der Pflüger GmbH und zu Dr. Thomas Baranek führten zu einem persönlichen Treffen in Jáchymov, um gemeinsame Interessen in Naturstoffchemieforschung, Datenanalyse und Hochschulkooperationen zu sondieren.

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Durch den hohen ehrenamtlichen Einsatz wurde nur ein kleiner Teil der durch Spenden verfügbaren Gelder ausgegeben. Zugleich bestand die Notwendigkeit, Mittel für eine professionelle Verwaltungsstruktur der Hochschulkooperation zurückzuhalten. Ende 2021 stellte sich heraus, dass die Sanddorf-Stiftung eigene Strukturen dafür schafft und selbst als Verhandlungspartnerin mit den Hochschulen und der Landesregierung auftritt. Damit stehen die Gelder für kleinere Projekte zur Verfügung.

Geplant für 2022 und 2023 waren eine Seminarreihe für Heilpraktiker, Apotheker und Ärzte mit drei Workshops pro Jahr, die Projektförderung Technocampus Fürstenfeldbruck, die Auswertung der Antikörpertestungen mit der Hochschule Hannover und eine öffentliche Vortragsreihe zu Homöopathie, Naturstoffchemie und Psychologie in Fürstenfeldbruck.

Karl-Heinz Jansen
Geschäftsführer

Dr. Thomas Quak
Geschäftsführer

Prof. Dr. Anna Reichlmayr-Lais
Vorsitzende Fachbeirat

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